Auf der B320 von Radstadt kommend ca. 1 km nach Sankt Martin am Grimming rechts nach Öblarn abbiegen. Von Liezen kommend bei Espang links abzweigen und über Niederöblarn nach Öblarn. Von Öblarn geht es S-wärts mäßig steigend in die "Walchen" hinein - ein schmaler Graben, links und rechts von steilen Waldhängen umgeben. Auffahrt je nach Schnee- und Eissituation bis zu einem kleinen Kraftwerk bzw. dem Gasthof Bergkreuz, maximal aber beim Berghaus vorbei bis zum Ende der erlaubten Fahrmöglichkeit (kleiner Parkplatz, ca. 1000m).
Charakteristik
Nach Überwindung der monotonen Forststraßen sowie des steilen Waldgürtels ein herrlich freies Almgelände und eine aussichtsreiche Gratwanderung.
Gipfel / Berg
Totenkarspitz (1834m) - Karlspitz (1848m)
Wegbeschaffenheit
Forstweg freies Gelände Wald
Wegbeschreibung / Routenverlauf
Beim Ende der erlaubten Fahrstraße, dort wo die Wanderwegmarkierung ins Englitztal beginnt, zweigt man nach links ab und wandert entlang der Forststraße bergwärts - eine Zeitlang parallel über dem Englitztalweg. Bei der 1. Weggabelung (Hochsitz in einer scharfen Rechtskehre, ca. 1.200) zweigt man nach links ab und geht am Schranken vorbei. Bei der nächsten Weggabelung bleibt man rechts und über einige Serpentinen kommt man kurz vor der Querung des Neudeggbach-Grabens zu einem weiteren Hochsitz. Zu diesem steigt man wenige Meter auf und über ein kleines Bächlein orientiert man sich an einem - zumindest bei wenig Schnee gut erkennbaren - Jägersteig, der im Wald steil Richtung Südosten hinaufgeht. Viele Bäume sind mit gelben Schleifen bzw. roten Punkten markiert, so daß man den Weg eigentlich nicht verfehlen kann.
Bei einer Höhe von ca. 1.560 Meter gelangt man auf das freie Gelände um die verfallene Weppritzalm. Spätestens hier wird man für die Eintönigkeit bzw. Steilheit des bisherigen Geländes belohnt. Herrlich freies, hügeliges und nur mäßig steiles Almgelände und großzügige Ausblicke auf die umliegenden Gipfel. Im unschwierigen Gelände geht es nun weiter NO-wärts zum Totenkarspitz, der sich mit einem dichten Latschengürtel im obersten Bereich gut vor Besuchern schützt. Der einfachste Aufstieg gelingt am ehesten über die West- bzw. Nordwestseite. Vom Gipfel hat man ausgezeichnete Fernblicke in die südlich gelegene Bergwelt sowie nach Osten Richtung Donnersbach.
Am zwar überwächteten, aber meist recht breiten Grat geht es nun Richtung Norden zum Karlspitz. An einigen wenigen Stellen sind steile Hänge zu queren, die stabile Schneeverhältnisse erfordern. Auf der Karspitze wird man von einer metallenen Gipfelstange erwartet (schöne Ausblicke ins Ennstal und zum Grimming).
Weiter geht es nun abwärts Richtung Nordwesten über licht bewaldete Hügel - man steuert eine von weitem erkennbare Antenne (oder was immer das sein mag) auf einem weiterem namenlosen Gipfelchen an. Von hier dem Zaun folgend noch kurz abwärts Richtung Starzenhütte und dann SW-wärts den Wolfegggraben ansteuern. Links von diesem über einen weiten freien, stellenweise steilen Schlag hinunter zu einer Forststraße (ca. 1.440).
Auf der Forststraße kurz S-wärts. Hier bieten sich nun 2 Abstiegsvarianten an: Die einfachere, aber längere führt auf der Forststraße weiter, bis man nach ca. 1,8 km wieder auf seine Aufstiegsspuren trifft. Auf diesen zurück zum Ausgangspunkt.
Steiler, aber auch kürzer und interessanter ist der Abstieg über einen weiteren Schlag direkt hinunter zur Bergkreuzkapelle (ca. 1.250) - eine Station des Öblarner Kupferweges. Von der Kapelle noch kurz einen Hang hinunter bis zu einer Forststraße, und auf dieser hinunter ins Tal.